01.10.2018

Der 1. Oktober ist der Internationale Tag der älteren Menschen


Landshut, 1. Oktober 2018 - Anlässlich des Internationalen Tags der älteren Menschen am 01. Oktober möchte der Bayerische Hospiz- und Palliativverband gemeinsam mit dem Hospizverein Landshut ältere Menschen und ihre Angehörige in stationären Pflegeheimen in den Blick nehmen, denn immer mehr ältere Menschen sind auf Unterstützung oder Pflege angewiesen.

Die Gesellschaft wird immer älter: Während die Lebenserwartung steigt und die Zahl der älteren Menschen wächst, sinkt die Zahl der Jüngeren. Im Jahr 2034 werden laut den Prognosen des statistischen Bundesamtes in Deutschland der Anteil der über 65-Jährigen um 37,4 Prozent ansteigen und in Bayern voraussichtlich um 37,9 Prozent. Diese Prognosen erfordern ein gesellschaftliches und politisches Umdenken. Um auf die Herausforderungen und Chancen in Bezug auf die immer älter werdende Gesellschaft aufmerksam zu machen und gleichzeitig die Diskriminierung älterer Menschen zu reduzieren, hat die UN Generalversammlung 1990 den Welttag der älteren Menschen ins Leben gerufen, welcher jährlich am 01. Oktober stattfindet.

Mit diesem Tag sollen alljährlich nicht nur die Herausforderungen des demografischen Wandels und die Lebensbedingungen älterer Frauen und Männer, sondern auch das Engagement der Älteren für die Gesellschaft und den Zusammenhalt der Familie in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gerückt werden.

 „Hört man Hospizverein, denkt man an erster Stelle an stationäre Einrichtungen, wie Hospize oder Palliativstationen. Natürlich, hier sterben Menschen, die dort ihre letzte Zeit verbringen, weil sie eine todbringende Erkrankung haben“, so der erste Vorsitzende des Hospizvereins Landshut, Kunibert Herzing. Weniger denkt man in der Regel daran, dass auch an anderen Orten gestorben wird. Nicht unbedingt, weil Mann oder Frau eine Tumorerkrankung hat, sondern einfach nur alt ist und so das Leben sich dem Ende zuneigt. Die alten Menschen, sei es zuhause oder in den Seniorenheimen haben auch Sorgen, Nöte und Ängste. Auch sie brauchen, neben einer anständigen Pflege, am Ende Jemanden, der ihnen zuhört und für sie da ist.

Weit mehr als die Hälfte der  Hospizbegleiterinnen und -begleiter des Hospizvereins Landshut gehen zu den Bewohnerinnen und Bewohnern der Senioren- und Pflegeheime in Stadt und im Landkreis Landshut. Im Jahr 2017 waren es 53 ehrenamtliche Hospizbegleiter, die dabei weit über 2.000 Stunden mit den alten Menschen verbracht haben.

Seit Bestehen des Hospizvereins Landshut liegt einer der Schwerpunkte in der Begleitung von Menschen in den Seniorenheimen. Nahezu mit allen Einrichtungen der Seniorenhilfe hat der Verein dazu Kooperationsvereinbarungen. Wirft man einen Blick in die Statistik der Sterbefälle, ist das so richtig, wie es auch nötig ist, denn 3% der Menschen versterben  im Hospiz, dagegen kommen gut 30% der Sterbefälle aus Senioren- und Pflegeheimen.

 „Der Bayerische Hospiz- und Palliativverband bemüht sich die flächendeckende Versorgung der schwerstkranken, sterbenden und älteren Menschen zu verbessern. Deswegen haben wir uns mit unseren Bündnispartnern auf Landesebene dazu entschlossen das Jahr 2019 unter den Themenschwerpunkt „Verbesserung der Hospizkultur und Palliativkompetenz in stationären Einrichtungen und Krankenhäusern“ zu stellen“, so abschließend der Geschäftsführer Dr. Erich Rösch.