Stellungnahme zum Bündnis

Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes und Aufsichtsratsvorsitzende der Sozialservice-Gesellschaft des BRK GmbH

Sozialservice-Gesellschaft des Bayerischen Roten Kreuzes GmbH 

1863 gründeten 5 Genfer Bürger auf der ersten internationalen Rotkreuz-Konferenz  das Int. Komitee v. Roten Kreuz (IKRK). Ein Jahr später beschlossen 13 Staaten - Bayern trat 1868 bei - die 1. Genfer Konvention. Aus dieser Gesamtorganisation entstand am 25. Januar 1921 das
Deutsche Rote Kreuz, aus welchem am 4. Februar 1950 das jetzige Deutsche Rote Kreuz als eingetragener Verein hervorging.

Bald nach seiner Entstehung wurden die Ziele des Roten Kreuzes weiter gesteckt als ursprünglich vorgesehen. Nicht nur in Kriegszeiten, sondern auch im Frieden, sollte es den Menschen humanitäre Hilfe bringen: Fürsorge für Gebrechliche, Alte und Jugendliche. Hilfe bei Naturkatastrophen, im Kampf gegen Krankheiten und bei der Rettung aus allgemeinen Gefahren.

Das heutige Bayerische Rote Kreuz ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist das Bayerische Staatsministerium des Inneren.

Strukturell gliedert sich der Landesverband des BRK in folgende Bereiche auf:

  •  Landesgeschäftsstelle   
  • 5 Bezirksverbände  
  • 73 Kreisverbände 

Die Sozialservice-Gesellschaft des Bayerischen Roten Kreuzes GmbH ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen. Als hundertprozentige Tochter des Bayerischen Roten Kreuzes wird die Gesellschaft von einem Aufsichtsrat mit neun Mitgliedern, dem die Prinzessin von Thurn und Taxis vorsteht, geführt, kontrolliert und strategisch ausgerichtet. 

Die Sozialservice-Gesellschaft des BRK betreut derzeit 28 Standorte unter dem gemeinsamen Dachnamen „Seniorenwohnen BRK“. 

Unser Handeln und tagtägliches Agieren ist an unseren Leitbildern und Konzeptionen ausgerichtet. Unsere Mission ist es, dem Menschen ein sicheres, gutes Leben und eine individuelle Lebensgestaltung zu ermöglichen. Wir orientieren uns dabei an den Bedürfnissen des Menschen – unabhängig von Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, sozialer Stellung sowie religiöser und politischer Überzeugung.
 Die Sozialservice-Gesellschaft des BRK engagiert sich seit vielen Jahren in vielen unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitsfürsorge, so sind der Mobile Menü Service, die Tagespflege, die ambulante Betreuung und die vollstationäre Betreuung (Verhinderungspflege, Probewohnen, Kurzzeitpflege, vollstationäre Pflege und Betreuung) bewährte Standbeine des Unternehmens.

Aufgrund des in den letzten Jahren deutlich vermehrten Bedarfes nach palliativer Betreuung, sowohl ambulant als auch stationär betreibt die Sozialservice-Gesellschaft seit Mai 2010 gemeinsam mit dem Kreisverband Aschaffenburg des Bayerischen Roten Kreuzes GmbH unter dem Namen „Gemeinnützige Hospiz Alzenau GmbH des BRK“ das Hospiz Alzenau.

Nach einer erfolgten Behandlung im Krankenhaus bzw. auf einer Palliativstation ist es für die Betroffenen und für ihre Angehörigen besonders wichtig zu wissen, dass Sie auch in der Folgezeit nicht allein mit ihren Problemen gelassen werden. Hier schließt sich die wichtige Aufgabe der AAPV- und SAPV- Teams sowie der Begleitung durch ambulanttätige Ehrenamtliche Hospizhelfer an. Ist eine ambulante Begleitung nicht mehr möglich bieten stationäre Hospize mit ihren selbstformulierten Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen eine sinnvolle und aus der Gesellschaft nicht mehr weg zu denkende Ergänzung, so dass ein Leben bis zuletzt würdig und selbstbestimmt möglich ist. 

Eine optimale Pflege und Betreuung aller Menschen mit lebensverkürzenden Erkrankungen ist und muss das Ziel der Palliativbewegung in Deutschland und in Bayern sein. Um dieses Ziel erreichen zu können, ist eine direkte Vernetzung aller in diesem Bereich tätigen eine wichtige Grundvoraussetzung. 

Hier gilt es das Ehrenamt, die Pflege, die Medizin, die Seelsorge und die Therapeuten zusammen zu bringen und ein möglichst dichtes Netz zu weben, so dass flächendeckend die Palliativ und Hospizstrukturen so aufgebaut sind, dass niemand ohne die Unterstützung der Fachkräfte und Spezialisten in diesem Bereich seinem Krankheitsverlauf hilflos ausgeliefert ist.

Um dieses Ziel zu erreichen hat sich die Sozialservice-Gesellschaft des Bayerischen Roten Kreuzes GmbH entschlossen dem Bayerischen Hospiz und Palliativ Bündnis beizutreten und die Entstehung des Netzwerkes positiv fördernd zu begleiten.